9 Juli 2025 | Wissenswertes

Polymer Schutzplanken an Flughäfen – wie sicher sind sie wirklich?

Industrielle Schutzmaßnahmen


Polymer-Schutzplanken am Flughafen: Herausforderungen und Lösungen für maximale Sicherheit

Kunststoff- oder Polymerbarrieren haben sich in nahezu allen industriellen Bereichen etabliert – von der Lagerlogistik bis hin zur Lebensmittelproduktion. Ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Stahlbarrieren liegen auf der Hand: geringeres Gewicht, höhere Flexibilität und deutlich bessere Rückstellkräfte. Doch Flughäfen stellen besondere Anforderungen an den Kollisionsschutz, die über die Standards der Industrie hinausgehen.

In diesem Beitrag beleuchten wir die fünf größten Herausforderungen beim Einsatz von Polymer-Schutzplanken auf Flughäfen und zeigen auf, worauf bei der Produktauswahl zu achten ist.


1. Häufige Layout-Änderungen

Seit der COVID-19-Pandemie ist das Passagier- und Frachtaufkommen auf Flughäfen deutlich gestiegen. Damit einher gehen regelmäßige Änderungen der Flächenaufteilung – sei es im Vorfeldbereich, bei der Gepäcklogistik oder an Servicezonen. Konventionelle Schutzsysteme mit vormontierten Stahlelementen stoßen hier schnell an ihre Grenzen.

Die Lösung: modulare Schutzplanken-Systeme wie jene von MPM Deutschland, die vor Ort verlängert, verkürzt oder umgebaut werden können – schnell, sicher und ohne Spezialwerkzeuge.


2. UV-Belastung

Flughäfen sind großflächige, offene Areale. Schutzplanken sind daher oft den ganzen Tag intensiver UV-Strahlung ausgesetzt. Günstige Kunststoffbarrieren verlieren dadurch schnell ihre Farbe – aus leuchtendem Orange wird innerhalb weniger Monate ein ausgeblichenes Rosa oder Weiß. Verantwortlich ist die sogenannte Photooxidation, bei der UV-Strahlung die Kunststoffstruktur schädigt.

MPM PVC-Schutzplanken sind mit UV-Stabilisatoren ausgestattet, die speziell für den Außeneinsatz entwickelt wurden und so eine dauerhaft hohe Material- und Farbstabilität gewährleisten.


3. Chemikalienbeständigkeit

Flughäfen verwenden hochaggressive Substanzen – allen voran Skydrol, eine spezielle Hydraulikflüssigkeit für Flugzeuge, die bei Hautkontakt gefährlich ist. Viele Kunststoffe halten dieser chemischen Belastung nicht stand und verlieren ihre Strukturfestigkeit.

PVC-Barrieren – wie sie MPM Deutschland anbietet – bieten hier eine überdurchschnittlich hohe Beständigkeit gegen Luftfahrtchemikalien und sind damit optimal für den Einsatz auf dem Vorfeld geeignet.


4. Höhere Aufprallenergien

Während klassische Industriebereiche hauptsächlich mit Gabelstaplern arbeiten, begegnen Flughäfen deutlich schwereren und schnelleren Fahrzeugen wie Flugzeugschleppern, Gepäckwagen oder Cateringfahrzeugen. Die Aufprallenergie ist hier deutlich höher.

Mit einem geprüften Widerstand von über 52 kJ erfüllt das MPM Link 150/3 System selbst die anspruchsvollsten Anforderungen im Flughafenbereich und ist die ideale Lösung für stark frequentierte Zonen.


5. Brandschutz

Spätestens seit dem verheerenden Brand im Stansted Airport Parkhaus ist klar: Auch Schutzplanken müssen brandhemmende Eigenschaften aufweisen. Viele Standard-Kunststoffe entzünden sich bereits bei geringer Wärmeeinwirkung und können so Brände beschleunigen.

Polymerbarrieren mit V0-Brandschutzklassifizierung bieten hier maximale Sicherheit – und schützen nicht nur die Infrastruktur, sondern vor allem auch die Passagiere und Mitarbeitenden.


Fazit:
Der Einsatz von Polymer-Schutzplanken auf Flughäfen erfordert sorgfältige Materialwahl und Systemdesign. Modulare Lösungen mit hoher UV- und Chemikalienbeständigkeit, hoher Schlagenergieaufnahme und nachgewiesenem Brandschutz – wie sie MPM Deutschland bietet – sind der Schlüssel zu dauerhaftem, normgerechtem Schutz.

Gerne beraten wir Sie individuell zu den besten Lösungen für Ihr Flughafenprojekt.